Der Klüschenberg - Das grüne Herz von Plau: Die Geheimnisse des Klüschenbergs.

Direkt vor unserer Haustür erhebt sich mit 91 Metern der Klüschenberg – ein geschichtsträchtiger Ort voller Ruhe, der Historikern bis heute kleine Rätsel aufgibt.

Klause oder Klü?

Woher der Berg seinen Namen hat, ist nämlich gar nicht so eindeutig bewiesen. Eine Theorie führt zurück ins 16. Jahrhundert, als an den sonnengeküssten Südhängen der Region noch echter Wein angebaut wurde. Das Wort „Klüschen“ könnte sich in dieser Zeit von einer gemütlichen „Klause“ abgeleitet haben – einem schattigen Rückzugsort, an dem die Weinbauern nach getaner Arbeit einkehrten. Wer es lieber etwas pragmatischer mag, folgt der zweiten Namensdeutung: Demnach steht die Silbe „Klü“ schlichtweg für eine Anhöhe, die über einem sumpfigen Gelände emporragt.

Ein Kleinod für Plau.

Egal, welche Erzählung man bevorzugt – die wunderschöne Parkanlage, die den Berg heute umhüllt, verdanken wir einer ganz besonderen Vision aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der damalige Stadtförster Dietrich Fockenbrock erschuf hier ein kleines grünes Meisterwerk: Auf der städtischen Seite gestaltete er einen eleganten Landschaftspark, der auf der Südseite fließend in einen tiefen, schattigen Waldpark übergeht. Plau am See ehrt diese Gartenkunst noch heute: Neben einer eigenen Straße in der Stadt erinnert auch ein Denkmal mitten im Park an den kreativen Förster.